Oh nein, Klassenfahrt! – Chaoten gegen Streber
Mit dem Schuljahr 2024/25 schlug das ELLY ein neues Kapitel seiner Kulturarbeit auf: Die erste Theaterklasse 5 war geboren. Bereits im Folgejahr entstand die zweite und schon das nächste Schuljahr wird uns die dritte bringen. Offenbar findet das Konzept Anklang – das freut uns!

Zur Verabschiedung unserer ersten Theaterklasse haben wir uns etwas Spezielles ausgedacht: Zusammen mit der Theaterklasse 5 haben unsere 6er ein eigenes Stück auf die Bühne gebracht. Es trug den Titel: „Oh nein, Klassenfahrt! – Chaoten gegen Streber“ und erzählte die Geschichte zweier sehr verschiedener Klassen, die zu einer gemeinsamen Klassenfahrt verdammt waren. Und es kam, wie´s kommen musste: aus Vorurteilen wurde Misstrauen, aus Misstrauen wurde Streit. Aber Gottseidank kam es auch, wie es kommen sollte: Aus gemeinsamen Abenteuern wurde Verständnis, aus Verständnis wurde Respekt und schließlich Freundschaft.
Die Geschichte war frei erfunden, denn unsere beiden Klassen vertrugen sich meistens gut, manchmal auch besser, als es den LehrerInnen lieb war. 60 Kinder unter einem Hut auf eine Bühne zu bringen war kein leichtes Unterfangen. Jedenfalls war es ein gelungenes Projekt, bei dem jede und jeder etwas beizutragen hatte: eine laute Stimme, Ideen für den Text, Überlegungen zum Bühnenbild, Überblick am Vorhang. Und dann ging es ganz nebenbei noch um andere Fragen: gegenseitige Rücksichtnahme, Motivation bei der Frage: „Schaffe ich das?“, zuhören können, sich Aufmerksamkeit verschaffen, Spontaneität, Aufgaben annehmen, hartnäckig bleiben, sich an Absprachen halten. Und das sind die Gründe, warum wir vom Konzept „Theaterklasse“ überzeugt sind!



Ohne Frau Albrecht hätte es keine Lieder zum Stück gegeben, ohne Herr Schluck hätten viele klärende Ideen gefehlt. Ohne Herr Stauber wären die Proben noch lauter gewesen und ohne Frau Haug hätte nichts ineinandergegriffen. Aber ohne unsere ersten beiden Theaterklassen 5b und 6c wären unsere Schule und ihr Kulturleben deutlich ärmer.






Text und Bilder: Marcus Stauber
