Zwischen Bücherwürfeln und Datenbanken – Die 9c auf Recherche-Tour

Ein Vormittag zwischen Büchern, Datenbanken und sehr vielen Treppen: Die Klasse 9c war gemeinsam mit Frau Schröter in der Stadtbibliothek am Mailänder Platz unterwegs – mit dem Ziel, Material, Quellen und Informationen für die eigenen GFS zu sammeln.
Schon beim Betreten des Gebäudes waren viele beeindruckt von der modernen Architektur und den hellen Räumen. Gleichzeitig wurde schnell klar: Wer hier unterwegs ist, braucht Kondition, denn die vielen Stockwerke und Treppen können ganz schön anstrengend sein.
Orientierung im Bücher-Dschungel
Zu Beginn bekamen wir eine Führung von Herrn Krech. Er erklärte uns, wie man Bücher ausleiht, zurückgibt und sich im System der Bibliothek zurechtfindet. Die Signaturen der Büher mit Buchstaben, Zahlen und verschiedenen Ebenen sind zunächst gar nicht so leicht zu durchschauen. Auch nach der Einführung fiel es manchen noch schwer, den Überblick zu behalten. Trotzdem half die Führung dabei und ein paar von uns kannten sich bereits gut in der Bibliothek aus.
Online-Recherche statt nur Wikipedia
Im Schulungsraum bekamen wir anschließend einen Vortrag zur Online-Recherche. Besonders spannend: Mit Ausweisnummer und Geburtsdatum kann man sich auf der Bibliotheksseite anmelden und zahlreiche digitale Angebote nutzen.
Ein echtes Highlight war der Brockhaus: geprüfte Lexikonartikel, inklusive fertiger Quellenangaben – perfekt für die GFS. Außerdem lernten wir kennen:
- die Encyclopedia Britannica (in drei Sprachniveaus),
- digitale Zeitungen und Magazine über „genios eBib“,
- Hörbücher und E-Books,
- Vokabeltrainer und Lernangebote.
Bei der Flut an Informationen rauchten uns ziemlich schnell die Köpfe. Ein Skript oder eine kurze Zusammenfassung wären da wirklich hilfreich gewesen. Trotzdem waren der Tipp, die E-Bibliothek und die Online-Lexika für die GFS-Recherche zu verwenden, wirklich gut – nicht zuletzt, weil man auch von zu Hause aus weiter recherchieren kann.
Pause – und dann selbst auf die Suche
Nach einer kurzen Pause ging es für uns selbst auf Recherche-Tour. Eigentlich wollten wir jetzt das Gelernte aus der Online-Schulung direkt anwenden – doch genau das war nicht möglich. An allen Computern gab es Probleme und die Online-Angebote funktionierten überhaupt nicht. Ohne Internet ließ sich die Online-Recherche schlicht nicht nutzen, sodass wir das neue Wissen leider nicht in die Praxis umsetzen konnten.
Das machte die Recherche schwieriger und sorgte für etwas Frust. Gleichzeitig merkten viele, wie wichtig es ist, genau zu wissen, was man eigentlich sucht. Ohne klares Thema verliert man sich schnell in der riesigen Auswahl.
Der beste Tipp kam übrigens erst nach der Führung: Auf der Jugend-Seite der Bibliothek gibt es den Button „Hilfe? E-Mail-Auskunft!“. Dort kann man seine Fragen hinschicken und bekommt innerhalb von 24 Stunden Unterstützung bei der Materialsuche. Gerade weil es trotz Einführung und klarer Vorstellung vom eigenen Thema oft schwierig ist, wirklich passende Quellen zu finden, ist dieses Angebot extrem hilfreich. Deshalb empfehlen wir: Nutzt die persönliche Beratung.
Natürlich gab es auch einige aus der Klasse, die sich schon gut auskannten und deshalb weniger Neues mitgenommen haben. Für die meisten von uns war der Besuch aber intensiv, manchmal anstrengend und vor allem lehrreich. Wir haben nicht nur neue Bücher und digitale Angebote entdeckt, sondern auch gemerkt, wie wichtig gute Vorbereitung und gezielte Suche sind. Trotz kleiner Pannen und Orientierungsproblemen konnten wir wertvolle Erfahrungen sammeln.
Bilder: pixabay / Joerg_F
